Das Bochumer Modell

In den ersten drei Klassen werden die Tische durch leicht transportierbare Bänke ersetzt , Stühle werden durch Sitzkissen ausgetauscht , die die Sitzhaltung der Kinder unterstützen und sich den Körperbewegungen anpassen. Dem natürlichen Bewegungsbedürfnis der Kinder kommt dieses Mobiliar sehr entgegen, zumal der Klassenraum schnell in eine große Spiel- und Arbeitsfläche verwandelt werden kann. In den Unterricht hineingeflochten sind durch diese neuen Möglichkeiten viele Bewegungselemente, die zuvor so nicht möglich waren.

Die entstandene größere freie Fläche bietet bessere Voraussetzungen zur Schulung der leiblichen Sinne, der körperlichen Wendigkeit und der Ausdrucksmöglichkeiten. Das Bedürfnis nach Bewegung aufzugreifen ist ein erklärtes Ziel unserer Pädagogik und soll durch dieses Modell noch mehr berücksichtigt werden. Da der Klassenlehrer während der gesamten Unterrichtszeit, also auch in den Fachunterrichten mit den Kindern zusammen ist, kann sich ein enges soziales Gefüge innerhalb der Klasse entwickeln, und die Kinder erleben Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Geborgenheit.

Wolfgang Auer: Das Bochumer Modell - Ein Stein des Anstoßes. in Erziehungskunst 2005 (als PDF)

und

Alexa Pelzer: Bewegte Lehrer, bewegte Schüler ein Jahr mit dem Bochumer Modell in Erziehungskunst 2005

(als PDF)